Es ist schön zu sehen, wie sehr auch unsere Förderungen im vergangenen Jahr gedeihlich wachsen konnten. Und das an vielen Orten – sogar in Kenia. Die Archibald William Milburn Stiftung mit Sitz in Mönsheim in Baden-Württemberg war bereits 2024 unserer Stiftung zugelegt worden. Die Stiftungszwecke reichen von Entwicklungshilfe in Afrika über die Förderung der Anthroposophie bis hin zur ökologischen Landwirtschaft nach biodynamischen Kriterien, die seit dem vergangenen Jahr der Schwerpunkt ist.
Gemäß dem Willen der Stiftung haben wir 2025 gleich drei Projekte gefördert. In der Nähe von Kitale, einer mittelgroßen Stadt im Westen Kenias, liegt das Dorf Sirende. Seit 2008 gibt es dort die kleine Landschule The Humane School, in der Kinder vom Kindergarten bis zur achten Klasse unterrichtet werden. Die Eltern der Schülerinnen und Schüler bestreiten ihren Lebensunterhalt meist als Landarbeitende und sind auf den großen Plantagen in dieser landwirtschaftlich sehr fruchtbaren Gegend tätig. Kein Wunder also, dass Landwirtschaft auch in der Schule eine große Rolle spielt, weshalb die BioHöfe Stiftung die dortigen Schulgärten über den im Projekt bereits aktiven Verein Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners gefördert hat.
Daneben wurden gemäß Stiftungszweck der Archibald William Milburn Stiftung landwirtschaftliche Projekte der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung bedacht, ebenso wie der Verein zur Förderung von Lehre und Forschung in der Anthroposophischen Medizin e. V. Die Organisation wurde 2023 gegründet und ist Förderverein für das Begleitstudium Anthroposophische Medizin an der Universität Witten/Herdecke, für das die Förderung bestimmt war.
Eine weitere Förderung gemäß Stifterwillen kam der Schweisfurth Stiftung zugute: Die Schaette Stiftung ist bereits seit 2021 der BioHöfe Stiftung zugelegt. Der berufliche Fokus des Stifters, des Biounternehmers Roland Schaette, galt über viele Jahre der Ernährung der Tiere, sodass nun das Projekt „Leistungen und Potenziale von Grünland und nachhaltiger Beweidung“ gefördert wurde. Der Inhalt in aller Kürze: Durch Rinder beweidetes Grünland speichert Kohlenstoff, fördert Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit – aber: Durch Intensivnutzung und immer weniger Rinder auf den Weiden ist dieser Naturraum bedroht. Nun sollen gemeinsam mit der Bodenallianz Pfaffenhofen praxisnahe Ansätze für eine nachhaltige Beweidung entwickelt werden.
Und auch ein zweites Projekt der Schweisfurth Stiftung wurde unterstützt: Wie in der Vergangenheit haben wir wieder bei der Realisierung des Hofübergabe-Forums des Ökojunglandwirte Netzwerks mit einer Förderung geholfen. Das Netzwerk trifft sich einmal im Jahr, um über drängende Fragen des ökologischen Landbaus zu diskutieren und sich darüber auszutauschen, wie der Brückenschlag zwischen Wirtschaftlichkeit und Idealismus gelingen kann.
Weitere Förderungen flossen wie im vergangenen Jahr zudem in die weit über Baden-Württemberg hinaus bekannte Junge Waldorf Philharmonie, die seit über 20 Jahren in ganz Deutschland auftritt und auf Spenden angewiesen ist. Außerdem unterstützte die BioHöfe Stiftung abermals zwei Wiedervernässungsprojekte in Leopoldshagen in Mecklenburg-Vorpommern, um ihren Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten.