Zulegungen
In Deutschland gibt es viele tausend Stiftungen, die im Sinne ihrer Stifterinnen und Stifter wirken sollen. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass es gerade kleinen Stiftungen oft schwerfällt, eine spürbare Wirkung zu entfalten, und dass der Verwaltungsaufwand als selbstständige Stiftung ihre Möglichkeiten zusätzlich einschränkt. Wenn die Ziele übereinstimmen, kann die Zulegung in eine andere Stiftung ein guter Weg sein, um das Stiftungsvermögen dauerhaft wirksam einzusetzen.
Archibald William Milburn Stiftung
Die Archibald William Milburn Stiftung aus Baden-Württemberg fokussiert sich auf die Förderung der ökologischen Landwirtschaft — und passt damit perfekt zur BioHöfe Stiftung.
Nach der Schaette-Stiftung 2021 wurde nun die zweite Stiftung — die Archibald William Milburn Stiftung mit Sitz in Mönsheim in Baden-Württemberg — unserer BioHöfe Stiftung zugelegt. Die 2021 verstorbene Gründerin Erika Bruder war eine vielseitig interessierte und engagierte Frau, was sich in einem großen Spektrum an Stiftungszwecken zeigt: Sie reichen von Entwicklungshilfe auf dem afrikanischen Kontinent bis hin zur Förderung der Anthroposophie, der sich die Stifterin stets nahe fühlte. Und auch die Landwirtschaft ist fester Bestandteil der Satzung. Darin heißt es dazu: Zweck der Stiftung ist die „Förderung der Erforschung und Erprobung der methodischen und praktischen Grundlagen auf dem Gebiet der ökologischen Landwirtschaft, insbesondere der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise.“
Da das Vermögen der Stiftung wirkungsvoller und passgenauer eingesetzt werden soll, wurde der Stiftungszweck nun auf das Hauptthema ökologische Landwirtschaft fokussiert — womit die Zulegung in die BioHöfe Stiftung ein sinnvoller Schritt ist. „Die Archibald William Milburn Stiftung ist ein gutes Beispiel für viele Stiftungen, die einmal mit großen Ambitionen gegründet wurden, deren Kapitalstärke aber nicht ausreichend war, um wirklich die gewünschte Wirkung zu entfalten“, sagt BioHöfe Stiftungsvorstand Nikolai Fuchs. „Daher braucht es manchmal eine Transformation, bei der die Absichten der Stifterinnen und Stifter aber natürlich gewahrt bleiben. Mit der Zulegung der Archibald William Milburn Stiftung in die BioHöfe Stiftung ist dies wiederum vorbildlich gelungen.“
Roland Schaette
Das Erbe des Unternehmers eröffnet der BioHöfe Stiftung neue Möglichkeiten.
Roland Schaette war Biounternehmer und Pionier im Bereich Tiermedizin. Er hatte seine Stiftung bereits 2021 an die BioHöfe Stiftung übertragen. Bedauernswerterweise starb er kurz darauf, Anfang 2022. Seine Herzensthemen waren das Tierwohl und die ökologische Landwirtschaft — und entsprechend, so sein letzter Wille, solle auch sein Vermögen weiterwirken. Schaette hat die BioHöfe Stiftung in diesem Sinn als seine Erbin eingesetzt und ihr sein Haus und weitere Vermögenswerte vermacht. Damit wird in der Stiftungsarbeit einiges bewegt werden können: Denn neben den so ermöglichten Förderungen sind Schenkungen von Höfen und Böden auch immer mit Notar-, Steuerberatungs- und Anwaltskosten verbunden, damit die Übertragungen juristisch einwandfrei abgewickelt werden können. Das Erbe von Schaette erweitert auf diesem Weg maßgeblich den Wirkungskreis unserer Stiftung.